PIGROL Beutenschutz-Lack
Technisches Merkblatt

Acryllack, speziell für die Behandlung von Bienenbeuten und -häusern sowie Styroporbeuten und Holzbauteile in der Imkerei
• Getestet und zertifiziert von unabhängigen Bienen-Forschungs-Instituten
• Wasserverdünnbarer Acryl-Buntlack für die Innen- und Außenanwendung
• 100% Reinacrylatfarbe, schnell trocknend
• Bienenverträglich, speichel- und schweißecht
• Blockfest und dauerelastisch
• Wetter- und UV-beständig


Werkstoff
PIGROL Beutenschutz-Lack wurde speziell für die Behandlung von Bienenbeuten und -häusern sowie Styroporbeuten und weitere Holzbauteile in der Imkerei entwickelt.

Eigenschaften
PIGROL Beutenschutz-Lack ist ein hochwertiger, wasserbasierter Acryllack, der sich fest mit dem Untergrund verankert und einen Schmutz- und wasserabweisenden, absolut klebfreien Wetter- und Feuchteschutz ergibt und dies ohne negative Auswirkungen auf die Bienenpopulation zu haben. Der Lack ist hoch witterungsbeständig, strapazierfähig, schadstofffrei, feuchtigkeitsregulierend, dauer-elastisch, schnelltrocknend, geruchsneutral, schmutzabweisend und diffusionsfähig.
PIGROL Beutenschutz-Lack zeichnet sich insbesondere durch seine einfache Verarbeitung und hohe Kratz- und Abriebfestigkeit aus. Zudem ist der Lack vor allem in hellen Farbtönen vergilbungsfrei.
Wetterbeständig nach VOB, Teil C, DIN 18363
Speichel- und schweißecht nach DIN 53160, erfüllt auch die An-forderungen der EN 71, Teil 3 (Sicherheit für Kinderspielzeug).

Untergrund
Holz, Metall, Hart-PVC, Putz, Beton, Mauerwerk, Faserzement.

1. Holz
Holzbauteile
Empfohlen für alle Bauteile im Innen- und Außenbereich, mit denen Bienen in Kontakt kommen können, z.B. Bienenbeuten und -häuser, Styroporbeuten, Ablegerkästen, Freiständer, Schutzfächer, etc. Eine Innenbehandlung der Beuten ist nach heutiger Erkenntnis nicht notwendig, da die Bienen diese mit Propolis selbst beschichten. Der Versuch hat aber gezeigt, dass die Innenbehandlung mit dem Lack unschädlich für die Bienen ist und die Migration von Holzinhaltsstoffen (Harze und Terpene) verringert.

Untergrundvorbehandlung
Rohes Holz
Die Anstrichfläche nur in Richtung der Holzmaserung schleifen und entstauben. Harzausblutungen mechanisch entfernen. Oberflächen-beschädigungen und Fugen mit geeignetem wässrigen Schnell-spachtel, ausfüllen und glattschleifen.
Gestrichenes/mit Hartölen behandeltes Holz
Lose, kreidende oder schlecht haftende Altanstriche (Gitter-schnittprobe mit Tesafilmabriss) mit Spachtel, Drahtbürste, oder Ziehklinge bis zum gesunden Holz entfernen; noch tragfähige Altanstriche mechanisch anrauen und gründlich reinigen. Mit Wasser gut nachwaschen.
Anstrichoberflächen mit uneinheitlichem Untergrund:
Größere Holzrisse und Unebenheiten mit geeignetem wässrigen Schnellspachtel ausgleichen und glattschleifen.
Mit Hartölen behandelte Holzflächen dürfen nicht mit PIGROL Beutenschutz-Lack überarbeitet werden.

Anstrichaufbau
Voranstrich
PIGROL Beutenschutz-Lack unverdünnt oder max. mit 5-10% Wasser verdünnen.

Deckanstrich
PIGROL Beutenschutz-Lack unverdünnt streichen.

2. Metall
Eisen, Stahl rostgeschützt
Bauteile, Baubeschläge, Geländer, Rohre, usw.

Eisen, Stahl verzinkt
Dachrinnen, Fallrohre, Abdeckungen, usw.

Untergrundvorbehandlung
Blanke, rostgefährdete Metalle
Anstrichfläche mit einem geeigneten wasserbasierten Rostschutzgrund vorbehandeln, gemäß Herstellervorschrift.
Verzinkte oder rostbeständige Metalle
Metallflächen, insbesondere neue oder alte Zinkbeschichtungen, mittels ammoniakalischer Netzmittelwäsche (kräftiger Allzweckreiniger + Salmiak) unter Verwendung von Korund-Kunststoffvlies gründlich reinigen lassen und anschleifen. Anschließend mit klarem Wasser gründlich nachwaschen.
Gestrichene Metalle
Lose Anstrichreste mit Spachtel, Drahtbürste oder Schleifpapier anrauen und gründlich reinigen.
Baubeschläge
Rostende Eisenteile mit geeignetem wasserbasierten Rostschutz-Haftgrund vorstreichen.

Anstrichaufbau
Vor- und Deckanstrich
PIGROL Beutenschutz-Lack unverdünnt streichen.

3. Mauerwerk
Ziegelstein
Sichtmauerwerk, Hartbrandstein, Kalksandstein.
Beton
Sichtbeton, Leichtbeton, Pfeiler, Träger, Fassadenelemente, Decken, Sockel.
Mineral- und Kunststoffputze
Gips- und Fertigputze (MG II und MG III), Wände, Decken, Fassaden, Sockel, Rigips, Stuck.
Zementanstrich
Fußböden usw.

Untergrundvorbehandlung
Neues und altes Mauerwerk
Neues Mauerwerk (Sichtmauerwerk, Beton, Putz, Estrich) muss lufttrocken und mindestens 3 Wochen alt sein. Altes Mauerwerk gründlich reinigen. Ausbesserungs- bzw. Nachputzstellen gut austrocknen lassen.

Sandende oder stark saugende Untergründe
Sandende oder nicht tragfähige Untergründe mit PIGROL Tiefgrund wässrig AF nach Herstellervorschrift behandeln. Stark saugende Untergründe zunächst mit kräftig verdünntem PIGROL Beutenschutz-Lack (je nach Saugfähigkeit bis 10% mit Wasser verdünnen) satt einlassen, nach Durchtrocknung erfolgt der Voranstrich.
Kreidende, brüchige Altanstriche
Kreidende Anstrichflächen oder lose Anstrichreste mit Spachtel oder Drahtbürste entfernen und Gesamtfläche mit PIGROL Tiefgrund wässrig AF vorbehandeln.

Anstrichaufbau
Voranstrich
PIGROL Beutenschutz-Lack mit 5 – 10% Wasser verdünnen.

Deckanstrich
PIGROL Beutenschutz-Lack unverdünnt streichen.

4. Kunststoff
Hart-PVC
Dachrinnen, Fallrohre usw

Hartschaumplatten
Styropor, Isolierplatten, Deckplatten, Dämmplatten.

Untergrundvorbehandlung
Neue, glatte Kunststoffflächen
Kunststoffflächen mit handelsüblichem wässrigen Allzweckreiniger sorgfältig entfetten und säubern. Gut nachwaschen. Anschließend mit feiner Stahlwolle leicht anrauen.
Gestrichene Kunststoffflächen
Lose Anstrichreste mit Spachtel, Drahtbürste oder Schleifpapier entfernen. Fest haftende glatte Altanstriche anrauen. Kreidende Altanstriche gründlich abwaschen.

Anstrichaufbau
Vor- und Deckanstrich
PIGROL Beutenschutz-Lack unverdünnt streichen.

5. Faserzement
z.B. Eternit
Fassadenverkleidungen, Dachabdeckungen, Rohre usw..

Untergrundvorbehandlung
Neuer Untergrund
Keine besondere Vorbehandlung erforderlich, Oberfläche sollte mind. 6 Monate der Freibewitterung ausgesetzt gewesen sein.
Verwitterungen
Stark abgewitterte Oberflächen mit PIGROL Tiefgrund wässrig AF nach Herstellervorschrift vorbehandeln.

Anstrichaufbau
Voranstrich
PIGROL Beutenschutz-Lack unverdünnt oder mit 3-5% Wasser verdünnen.
Deckanstrich
PIGROL Beutenschutz-Lack unverdünnt streichen.

Spezielle Hinweise zur Verarbeitungstechnik
Jedes Anstrichmaterial verlangt spezielle Verarbeitungstechniken, um den bestmöglichen Anstricherfolg zu erzielen. PIGROL Beutenschutz-Lack ist ein wasserverdünnbarer Dispersionslack und kein Lösemittellack. Deshalb müssen bei der sehr einfachen Verarbeitung einige Hinweise beachtet werden:

Vor- und Deckanstrich im Innen- und Außenbereich
PIGROL Beutenschutz-Lack ist ein komplettes und sparsames Anstrichsystem aus einer Dose, d.h. mit dem gleichen Material können sowohl Vor- als auch Deckanstrich ausgeführt werden. Bei Anwendungen mit uneinheitlicher Anstrichoberfläche sind die Vorbehandlungen der verschiedenen Untergründe zu beachten!
Im nassen Zustand erscheint der Anstrich zunächst milchig und heller. Erst nach der Trocknung entsteht der mustergerechte Farbton.
Wegen der schnellen Trockenzeit und zur Vermeidung von Ansätzen bei größeren Flächen nass-in-nass in einem Zug und ohne Pause durcharbeiten.
Um das Deckvermögen der etwas kritischen Rot- und Gelbtöne zu steigern, wird empfohlen, dem Voranstrich 10-20% des Farbtones „reinweiß“ hinzuzugeben. Bei aufgehellten Außenanstrichen darf dem Deckanstrich zur Sicherstellung der Lichtechtheit nur bis max. 1:1 der Farbton „reinweiß“ hinzugemischt werden.

Untergrund
Auf den Untergrund kommt es an! Die Anstrichfläche muss vorher gut gereinigt und falls erforderlich, ausgebessert werden. Nur auf einem absolut fettfreien, festen und damit tragfähigen Untergrund kann eine tadellose und dauerhafte Lackierung erzielt werden.
Rohe saugende Untergründe erfordern einen mit 5-10% Wasser verdünnten Voranstrich. Der Schlussanstrich kann unverdünnt ausgeführt werden. Bei glatten Anstrichflächen ist in jedem Fall unverdünntes Material zu verarbeiten.

Verarbeitungstemperatur
Die ideale Verarbeitungstemperatur liegt bei ca. +18°C. In keinem Fall soll bei Temperaturen unter +8°C oder bei direkter Sonneneinstrahlung und damit auf stark erwärmten Untergründen gestrichen werden. Ebenso sind Anstriche bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit wie regnerischem oder stark nebligem Wetter oder bei zu erwartenden Nachtfrösten zu unterlassen. Auch innerhalb geschlossener Räume ist bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen Temperaturen die Verarbeitung auf schlecht saugenden Untergründen problematisch und kann zu Anstrichschäden führen.
Bei warmer und sehr trockener Witterung ist es zweckmäßig, auch den Schlussanstrich mit 2-3% Wasser zu verdünnen.

Streichen
Gleichmäßiger Verlauf und ausgezeichnete Anstrichergebnisse lassen sich am besten mit einem langborstigen Flachpinsel (feine Natur- oder Kunststoffborste) insbesondere bei liegender Lackierung erzielen. Der Pinsel ist vorher mit Wasser anzufeuchten, auszuschlagen und anschließend mit Farbe satt zu tränken. Dann wird er sanft und ohne Druck über die Fläche geführt. Bahn neben Bahn, also nicht kreuzweise verstreichen.
Bei sehr glatten und schmalen Untergründen sind die Streichbahnen am besten quer zur Fläche auszuführen. Für größere Flächen empfiehlt sich der Einsatz eines Lackrollers.

Rollen
Für die Verarbeitung eignen sich sowohl Schaumstoffrollen, Lammfell- bzw. Nylonrollen oder kurzflorige Mohairrollen. Je nach Ausbildung des Rollenflors entstehen unterschiedlich strukturierte Lackflächen mit Ledernarbeneffekt.
Das Werkzeug sollte vorher nicht mit Wasser angefeuchtet sondern nur gut mit Farbe durchtränkt werden. Ähnlich wie beim Streichen das Material nicht kreuzweise aufbringen, sondern in langen Bahnen mit leichter Hand in einer Richtung abrollen.

Druckluft- und Airless-Spritzen
PIGROL Beutenschutz-Lack sich für die Verarbeitung sowohl in Druckluft- als auch Airless-Spritzverfahren. Hierbei lassen sich auch bei großen Oberflächen einwandfrei glatte Verlaufsergebnisse erzielen.
Für die Auswahl der Düsenquerschnitte und Verdünnungsgrade wird auf die technischen Anleitungen für Dispersionslacke der jeweiligen Gerätehersteller verwiesen.
Keinesfalls sollte mit mehr als 5% Wasser verdünnt werden. Beim Spritzen ist das Gerät möglichst waagrecht zu halten. Wird senkrecht nach oben (z.B. Decke) oder nach unten gespritzt, muss eine entsprechend gebogene Düsenverlängerung gewählt werden. Wichtig ist, außerhalb der Spritzfläche mit dem Spritzvorgang zu beginnen und Unterbrechungen innerhalb der Spritzfläche zu vermeiden. Für Flächenspritzen wird eine Rundstrahldüse empfohlen, die am besten im sog. „Kreuzgang“ über die Fläche zu führen ist.
Nasshaftung und Oberflächenspannung des Dispersionslackes lassen auch bei senkrechten Flächen eine höhere Nassfilmstärke zu, also bessere Deckkraft durch satten Auftrag und keine Läufergefahr durch rasches Anziehen.

Ergiebigkeit
Nassauftragsmenge 7-8 m²/l, je nach Saugfähigkeit des Untergrunds.
Bei stark saugenden, ausgewitterten oder sehr rauen Flächen Mehrverbrauch berücksichtigen.

Trocknungszeit
Je nach Saugfähigkeit des Untergrundes bei 20°C/60% relativer Luftfeuchtigkeit, nach
ca. 1 Stunde staubtrocken und grifffest,
ca. 2 - 3 Stunden schleif- und überstreichbar.
Endhärte und maximale Haftung werden erst nach einigen Tagen erreicht.
Vor dem Besatz mit Bienen sollte eine Wartezeit von 18-24 Stunden eingehalten werden.
Niedrige Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit erhöhen die angegebenen Trocknungszeiten entsprechend.

Reinigung der Werkzeuge
Alle Werkzeuge werden sofort nach Gebrauch einfach mit Wasser gereinigt. Arbeitsgeräte in den Pausen in der Farbe belassen. Farbspritzer während der Verarbeitung sofort mit reichlich Wasser abwaschen.

Entsorgung
Flüssige Materialreste bei der Sammelstelle für Altlacke abgeben. Reste eintrocknen lassen und mit dem Gebinde über den Hausmüll oder als Baustellen-Abfälle entsorgen. Nur restentleerte Gebinde zum Recycling geben (Grüner Punkt). Nicht in die Kanalisation gelangen lassen.

Liefergebinde
375 ml, 2,5 l

Lagerung
Frostfrei lagern, angebrochene Gebinde gut verschlossen halten.

Lieferviskosität
Streichfertig

Spezifisches Gewicht
Je nach Farbton 1,1 - 1,3 kg/l.

Farbtöne
Als Fluglochmarkierung in weiß, gelb, rot, grün und blau.
Als Beutenanstrich in grün und braun.

Glanzgrad
Matt

Pigmente
UV-beständige organische und mineralische Pigmente.

Inhaltsstoffe
Acrylatdispersion, Füllstoffe, mineralische und organische Pigmente, Additive, Filmbildehilfsmittel, Konservierungsmittel und Wasser.

M-LW 011
08 01 11

Sicherheitshinweise
Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Spritznebel nicht einatmen.
Während und nach der Verarbeitung für gründliche Belüftung sorgen. Bei der Berührung mit den Augen oder der Haut sofort gründlich mit Wasser spülen.

Allgemeine Hinweise
PIGROL-Farben, -Lacke und -Lasuren sind hochwertige Produkte zur Oberflächenveredelung, die eine sorgfältige Verarbeitung entsprechend den Gebrauchsanweisungen auf den Gebinden, unseren Technischen Merkblättern sowie den Sicherheitsdatenblättern voraussetzen. Da einwandfreie Beschichtungsergebnisse von Faktoren abhängen, die außerhalb unseres Verantwortungsbereiches liegen, sind unsere anwendungstechnischen Vorschläge als unverbindliche Empfehlungen zu betrachten. Sie basieren auf unserem Kenntnisstand und unseren Erfahrungen, entbinden den Verarbeiter jedoch nicht von seiner Sorgfaltspflicht und müssen gegebenenfalls den jeweiligen Betriebs- bzw. Umgebungsbedingungen sowie den verwendeten Arbeitsmitteln entsprechend angepasst werden.
Im Bedarfsfalle stehen Ihnen unsere Anwendungstechniker beratend zur Verfügung. Im Rahmen unserer allgemeinen Geschäftsbedingungen gewährleisten wir jedoch eine gleichbleibend hohe Qualität unserer Produkte.
Bezüglich der Vermischung mit Produkten anderer Hersteller bzw. eines kombinierten Anstrichaufbaus liegen uns keine Erkenntnisse vor. Aus diesem Grund ist in diesen Fällen jeglicher Gewährleistungsanspruch ausgeschlossen.
Technische Änderungen an den Produkten sowie bei deren Verpackungen behalten wir uns vor.
Es gelten unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen.